Baumpatenschaften

Antrag zur direkten Überweisung in den Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, die Möglichkeiten für die Schaffung eines Baumpatenschaften-Programms, bei dem Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, Vereine, Verbände und ähnliche Einrichtungen durch Spenden neue Baumpflanzungen im Gebiet der Stadt Kassel finanzieren können, zu prüfen. Hierbei würde die Stadt Kassel lediglich die notwendigen Flächen zur Verfügung stellen. Die Kosten für Pflanzung und Pflege der Bäume würde dann aus diesem Patenschaftsprogramm finanziert werden.

Begründung:

Bäume sind die einzigen extrem günstigen und kinderleicht vermehrbaren CO2-Speicher. Bäume sind kinderleicht zu pflanzen, entziehen der Atmosphäre über Jahre CO2 und binden dieses langfristig. Bei allen Diskussionen über das Thema Klima ist es wichtig, was zunächst jeder Einzelne machen kann. Jeder der einen Baum pflanzt, macht damit mehr als die meisten anderen Aktionen bewirken können. Da aber nicht jeder einen Garten oder andere geeignete Flächen zur Verfügung hat, soll die Stadt prüfen und mitteilen, auf welchen Flächen Bäume gepflanzt werden könnten. Für die Kosten einer Pflanzung könnten dann die Bürger Kassels Geld spenden und als Dankeschön könnte jeder Baum eine Plakette mit Namen des jeweiligen Spenders erhalten. Wir halten dies für eine gute Möglichkeit, um die Verbundenheit der Bürger sowohl mit der Umwelt als auch mit unserer Stadt zum Ausdruck zu bringen und zu stärken.


Update:
Der Antrag wurde am 6. Februar 2020 behandelt:

Die SPD-Fraktion erklärt, sie fände den Antrag interessant und werde ihn unterstützen. Auch die CDU-Fraktion findet die Intention gut. Bei den Haushaltsberatungen sei ihr Änderungsantrag, zusätzlich Geld für Bäume auszugeben, ja abgelehnt worden. Mehr Bäume seien immer gut und diese Variante belaste den Haushalt nicht.
Bündnis 90/Grüne erklären, sie würden dem Antrag zustimmen, wollten aber noch ein paar Worte dazu verlieren.
Zum einen gebe es mit der Initiative essbare Stadt bereits ein ähnliches Konzept, bei dem man in Kooperation mit den Ortsbeiräten Bäume pflanze.
Eine Baumpatenschaft sei etwas anderes als die Patenschaft für ein Tier, welches man unter Umständen ins Tierheim geben könne. Bäume würden über 100 Jahre alt, die Pflegekosten entstünden erst nach langen Laufzeiten (30 Jahre und mehr). Es sei nicht klar, ob das den potenziellen Paten so bewusst sei. In der Stadt gebe es über 86.000 Bäume, bei den letzten Haushaltsberatungen habe man gesehen, wie sehr die Pflegekosten steigen.
Man freue sich aber, wenn Grüne Herzen schlagen, deshalb stimme man zu.

Zustimmung: einstimmig