Gadolinium in Krankenhäusern und Kläranlagen

Anfrage zur direkten Überweisung in den Ausschuss für Umwelt und Energie

Wir fragen den Magistrat:

  1. Welche Mengen von medizinischen Kontrastmitteln auf Basis von Gadolinium-Verbindungen wurden in den Jahren 2016, 2017 und 2018 im Klinikum Kassel eingesetzt?
  2. Welche Mengen wurden in den anderen Kasseler Krankenhäusern eingesetzt?
  3. Wie haben sich diese Mengen seit der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel Agentur (EMA/625317/2017) reduziert?
  4. Gibt es innerhalb der Krankenhäuser Maßnahmen, um die kontrastmittelhaltigen Abwässer separat zu erfassen?
  5. In welcher Form kann das Gadolinium im Rahmen der Abwasseraufbereitung wieder aus dem Wasser entfernt werden?
  6. Wie schätzt die Stadt die gesundheitlichen Risiken von Gadolinium-Verbindungen ein?

Stellungnahme KASSELWASSER:

Fragen 1 – 4: ;

  1. Welche Mengen von medizinischen Kontrastmitteln auf Basis von Gadolinium-Verbindungen wurden in den Jahren 2016, 2017 und 2018 im Klinikum Kassel eingesetzt?
  2. Welche Mengen wurden in den anderen Kasseler Krankenhäusern eingesetzt?
  3. Wie haben sich diese Mengen seit der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel Agentur reduziert?
  4. Gibt es innerhalb der Krankenhäuser Maßnahmen, um die kontrastmittelhaltigen Abwässer separat zu erfassen?

Antwort:

Seitens KASSELWASSER keine Aussage möglich, da Gadolinium nicht im Untersuchungsumfang für die Indirekteinleiter enthalten ist.

Frage 5:
In welcher Form kann das Gadolinium im Rahmen der Abwasseraufbereitung wieder aus dem Wasser entfernt werden?

Antwort:
Gadolinium wird, wie andere Schwermetalle, im Zuge der biologischen Reinigung von den Mikroorganismen aufgenommen und in die Zellsubstanz eingebaut. In der Folge gelangt es nahezu vollständig in den Klärschlamm und wird der Verbrennung zugeführt.

Frage 6:
Wie schätzt die Stadt die gesundheitlichen Risiken von Gadolinium-Verbindungen ein?

Antwort.:
Seitens KASSELWASSER ist keine Risikoabschätzung möglich!