Inhaltliches Konzept bei documenta-Institut nicht vernachlässigen

„Bei allen Diskussionen um die Standortfrage eines neuen documenta-Instituts darf die Frage nach den inhaltlichen Konzepten eines solchen Instituts nicht vernachlässigt werden“, so der Fraktionsvorsitzende von FDP, Freie Wähler und Piraten, Matthias Nölke. Grundsätzlich sei es erfreulich, dass sich nun endlich die vier Hauptverantwortlichen (Stadt, Land, Universität und documenta-GmbH) für die Zukunft des geplanten documenta-Instituts auf einen Rahmen für den Aufbau und die Struktur des Instituts geeinigt haben. Anfangs habe man befürchtet, dass die Einzelinteressen auseinanderdriften. „Wir hoffen sehr, dass das Land Hessen, die Stadt Kassel, die Universität und die documenta gGmbH nun gemeinsam an einem Strang ziehen, um eine erfolgreiche Institutsgründung zu ermöglichen“, so Nölke. Begrüßenswert seien insbesondere der geplante Start unter dem Dach der documenta gGmbH, die gesonderte Finanzierung mehrerer Professuren durch das Land Hessen und deren Berufung durch die Universität Kassel, die Orientierung der Forschung am „Herzen“ des Instituts, dem documenta Archiv, und die Ausschreibung der zukünftigen wissenschaftlichen Leitung im kommenden Jahr. Dies seien wichtige Weichenstellungen man erwarte, dass alle Beteiligten große Anstrengungen unternehmen werden, um diese Pläne zügig umzusetzen. Um die Detailplanung zielgerichtet durchführen zu können, könne es hilfreich sein, Archive und Forschungseinrichtungen ähnlicher Art in Augenschein zu nehmen und aus ihren Erfahrungen zu lernen. Unabhängig davon hält es die Fraktion für sehr wichtig, die großen Chancen eines Leibnitz-Instituts, der auf Dauer angestrebten organisatorischen Form des documenta-Instituts, für die Stadt Kassel und ihre Universität in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. „Die Ausstrahlung einer solchen, exzellenten Forschungs-Einrichtung auf das Image, die Wirtschaft und die gesellschaftliche Dynamik unserer Stadt können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das Wissen darum sollte das Interesse und die Zustimmung der Kasseler Öffentlichkeit zum documenta-Institut deutlich beflügeln. Das könnte auch für die noch offene Frage des Standortes von Nutzen sein“, betont Nölke abschließend.