Kulturausschuss 19. Sitzung

Notizen aus der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses, 19. Sitzung, am 25.09.18 (ohne Gewähr)

Tagesordnung:
1. Wahl einer Schriftführerin

Die neue Schriftführerin wird einstimmig gewählt

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2. Einladung MHK-Direktor

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 23. April 2018
Bericht des Magistrats -101.18.823-

Kulturdezernentin Völker begrüßt Professor Dr. Eberle, der seit dem 1. Mai Direktor des MHK ist. Dieser übernimmt sogleich das Wort. 14 Jahre nach der Gründung der Museumslandschaft Hessen Kassel und nach vielfältigen Bautätigkeiten, sei es nun an der Zeit ein paar Details am Konzept zu korrigieren .Er nennt einige Beispiele:

  • Schloss Wilhelmsthal: Dort wolle man bis zum Frühjahr einiges neu ordnen, unter anderem solle man das Schloss zukünftig über das Vestibül betreten können und nicht nur, wie jetzt, durch die Küche.
  • Schloss Wilhelmshöhe: Im Moment sind die Mitarbeiter der Museumslandschaft über die ganze Stadt verteilt. In Zukunft sollen alle Mitarbeiter im Marstallgebäude am Schloss direkt arbeiten. Der Kirchflügel des Schlosses solle als Bibliothek und für die Münzsammlung genutzt werden, so dass das ganze Schloss der Öffentlichkeit zugänglich sei. Schloss und Sammlung sollen zusammengehören. Den ganzen Bergpark müsse man als Einheit sehen, alle Einrichtungen solle man mit einer Karte besuchen können.
  • Auch das astronomische Kabinett müsse neu geordnet werden. Erste Schwächen des Gebäudes kündigten sich an.
  • Das Landesmuseum sei gut, es sei aber auch erst zwei Jahre alt.
  • Für das Tapetenmuseum habe man bei dem Bauwettbewerb einen Gewinner ermitteln können, jetzt erfolgte die Detailplanung. Bis 2023 soll es fertig gebaut sein. Inhaltlich gehe die Planung weiter. Die Grimm-Wohnung solle zukünftig einzeln besucht werden können, sie gehöre zur Grimm-Welt (mit deren Eintrittskarte sie besucht werden könne). Zudem solle es eine kleine Sonderausstellung Bereich für Grimm geben. Da die Wohnung nur den Raum umfasse, es fast keine Möbel gebe, fänden Gespräche für die “Füllung” statt. Allgemein solle das Thema Grimm besser besetzt werden. Man habe die Grimm-Welt für den touristischen Aspekt und die Uni für den forschenden, man brauche aber noch etwas anderes.
  • Konzeptionell möchte Dr. Eberle Besucher des Zissel mehr einbinden. Um die habe man sich bisher nicht wirklich bemüht. Taktisch: man wolle im Jahr eine Sonderausstellung zu einem Thema gestalten, welches populärer ist (zum Beispiel Wasser). Zwar habe die MHK eine internationale Sammlung, es fehle aber ein Raum für Sonderausstellungen.
  • Hier kommt die neue Galerie ins Spiel: In der neuen Galerie solle die Geschichte der documenta (Geschichte mit Galeriecharakter) in der ersten Etage Platz finden. Die zweite Etage könne hingegen große Sonderausstellung beherbergen. Das Schloss Wilhelmshöhe sei immer gleich ein Tagesausflug, deshalb sollte der Raum für Sonderausstellungen direkt in der Stadt sein.
  • Geplant seien internationale Kooperationen.

Ein Stadtverordneter der SPD-Fraktion fragt, was mit der Fläche hinter dem Tapetenmuseum passieren solle und ob es ein Erschließungskonzept für den Bergpark von der Endhaltestelle zum Plateau gäbe.

Dr. Eberle erklärt zu dem Platz hinter dem Tapetenmuseum, dass dieser zum Parkplatz werde. Die Erschließung des Bergparks sei im Detail problematisch. Man habe das zum Teil angegangen, es seien aber nur sehr begrenzte Flächen vorhanden (Hotel), an denen Busse halten und wenden könnten. Auch der Wunsch nach einem Zebrastreifen gestalte sich schwierig. Außerorts setze dieser eine Galgenampel voraus, die wiederum ginge nicht, da man sie vom Herkules aus sehen könne, usw..

Ein Stadtverordneter der Grünen fragt nach, welche Möglichkeiten es gebe, in der Stadt zusammenzuarbeiten.
Dr. Eberle entgegnet, dass man schon viel zusammenarbeite. Das ganze habe viel mit Menschen-Präsenz zu tun, man wollte das intensivieren, denn dem Besucher sei die Trägerschaft letztlich egal.

Ein Stadtverordneter der SPD fragt nach, ob es Möglichkeiten gebe, sich an den Betriebskosten der Herkulesbahn zu beteiligen. Die Bürger müssten entkriminalisiert werden, man finde dort schlicht kein Parkplatz.

Dr. Eberle kontert, zunächst habe man die documenta retten müssen, sich dann um Grimm kümmern und nun käme man mit der Herkules Bahn. Der Ansatz läge bei 240 Millionen. Das Land müsse man zunächst zurückgewinnen, im Moment hersche gewiss keine Begeisterung, sich schon wieder an etwas zu beteiligen. Er sehe ja die Schwierigkeiten mit dem Autoverkehr und grundsätzlich sei er für alles offen, was den Bergpark besser erschließe, aber im Moment wäre das ein eher schlechter Zeitpunkt.

Ein Stadtverordneter der CDU fragt zunächst nach dem Konzept für die Herrichtung des Saales und zweitens, ob es eine Konzeptveränderung beim Tapetenmuseum gebe. Dr. Eberle erklärt, im Saal werde nur normale Technik verbaut. Am Konzept für das Tapetenmuseum werde nicht so sehr viel geändert. Das 16. und 18. Jahrhundert würden zum Beispiel zusammengefasst, es gebe einen Raum zur generellen Wandbekleidung, Biedermeier und Landschaftstapeten, Historismus und Jugendstil, Expressionismus bis Gegenwart. Die Räume werden mit einzelnen Laboren begleitet, es werde viel Fläche für Erlebnis eingeplant

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3. Entwicklung Tapetenmuseum

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 12. März 2018
Bericht des Magistrats -101.18.803-

Da das Tapetenmuseum schon in der Vorstellung (Punkt zwei) Erwähnung fand, ergänzt Dr. Eberle nur ein paar Sätze zum Areal, welches eine Vielzahl an musealen Einrichtungen umfasst. Dieses müsse man im Ganzen betrachten. Die Grimmplatzgestaltung sei ihm eine Herzensangelegenheit, dort solle echte Aufenthaltsqualität geschaffen werden. In der zweiten Torwache plane man Gastronomie.

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4. Vorstellung der “Sechs Ziele für eine nachhaltige Kulturpolitik”

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27. August 2018
Bericht des Magistrats -101.18.887-

Zunächst erläutert Kulturdezernentin Völker, man müsse die sechs Ziele für eine nachhaltige Kulturpolitik mit der Beschäftigung mit der Kulturhauptstadt und der Kulturkonzeption in einen Kontext setzen. Es gebe Überlappungen zu Projekten, die vorher schon klar waren.

  1. Räume für die freie Szene: Es mangele dort an Räumen für alle Sparten. Lösungsentwicklungen seien Teil der Kulturkonzeption
  2. Vernetzung
    Seit langem sei ein Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft geplant, in dem auch Beratung stattfinden können soll (ähnlich Science Park). Es sei wichtig, eine Anbindung an die Kunsthochschule zu haben. Sie stelle sich eine Qualifizierungskette vor, von Ausbildung zu Räumen zu Startups.
  3. documenta stärken, sowohl organisatorisch als auch personell. Dafür sei auch mehr Geld im Haushalt eingeplant.
  4. Kulturförderung Land, Bund und EU.
    Alle Akteure konkurrierten um wenige lokale Sponsoren, relativ wenige Akteure bewerben sich um Land- und EU-Förderungen. (Deckungsgleich Kulturkonzeption)
  5. documenta-Institut (nicht neu)
    Die Entwicklung außeruniversitäre Forschungsprojekte
    Die documenta, als weltweit größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst, habe mittlerweile eine eigene Geschichte. Viel Materialsubstanz sei vorhanden, im Archiv.
  6. Lesen und Sprache.
    Das literarische Erbe (Grimm) Grundbildung, Inklusion, Integration seien wichtige gesellschaftliche Aufgaben um Chancengleichheit schaffen. Zudem stehe die Schaffung einer multimedialen Stadtbibliothek an.

Ein Stadtverordneter der CDU fragt nach, ob alle Dezernenten eingebunden seien, ob das eine Querschnittsaufgabe sei. Zweitens: Ob es einen Zeitrahmen gebe (und eine Überprüfbarkeit), zum Beispiel für das Zentrum Kreativwirtschaft.

Kulturdezernentin Völker bejaht, dass es sich zum Teil um eine Querschnittsaufgaben handele. Schnittstelle Bauen bei zum Beispiel den Räumen für die freie Szene. Im Kontext kulturelle Bildung und Stadtbibliothek arbeite man sowohl eng mit dem Dezernat Schule und Bildung zusammen, als auch mit dem Sozialdezernat (Integration). Und natürlich arbeite man mit der Kämmerei bezüglich der Finanzen zusammen.

Zum Zeitrahmen sei zu sagen, wenn die Kulturkonzeption fertig sei, werde sie durch die Gremien gehen. Das könne man dann als Startschuss verstehen.

Zur Ausdrucksweise “außeruniversitär” gab es noch eine Nachfrage bezüglich des Standorts in Uninähe. Frau Völker erläutert, dass sich die Begrifflichkeit nicht am Standort bemesse. Die Akteure hätten verschiedene Aufgaben und Zuständigkeiten.
Der Bauherr sei die Stadt Kassel +Bund +Land. Den Inhalt bringe die Documenta gGmbH mit dem Archiv dazu, während die vom Land getragene Uni das wissenschaftliche Know-how mitbringe. Ohne Universität funktioniere es nicht.

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5. Stand documenta-Institut

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27. August 2018
Bericht des Magistrats -101.18.891-

abgesetzt

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6. Pflegezustand der documenta-Außenkunstwerke 101.18.1034

Anfrage der CDU-Fraktion vom 31.08.18

Wir fragen den Magistrat:

1. Wer ist bei der Stadt Kassel für die Pflege und den Erhalt der angekauften documenta – Außenkunstwerke zuständig?

bei den Außenkunstwerken ist zum Teil das Hochbauamt oder das Gartenamt zuständig. Beispielsweise sei für den Rahmenbau und das Traumschiff das Hochbauamt zuständig, für die 7000 Eichen hingegen das Gartenamt. Der Penonebaum wiederum stehe auf dem MHK Gelände, drei weitere Kunstwerke befinden sich in Gebäuden.

2. Ist von der Pflege nur das Kunstwerk oder auch das Umfeld im öffentlichen Raum betroffen, damit ein würdevoller Rahmen für die Kunstwerke geboten wird?.

Auch das Umfeld. Wenn nicht durch die Stadt selber, dann in Absprache mit ihr. Man arbeite stetig an der Sensibilisierung der Grundstückseigner und Bürger ( einige der 7000 Eichen z.B. befinden sich zum Teil auf Privatgrundstück)

3. Wie bewertet der Magistrat den Beitrag „Wer wälzt uns den Stein? Zum Pflegenotstand bei einigen documenta – Kunstwerken im öffentlichen Stadtraum“ von Harald Kimpel (StadtZeitung Kassel, Nr. 86 2018), in dem er von „sinnentstellender Einmischung in den Formbestand“, „prekären Standortbedingungen“ und „Pflegenotstand“ spricht?

Der Artikel beziehe sich auf die Raumskulptur und den Erdkilometer. Der Stein bei der Raumskulptur solle vor Autos schützen, eine Abwägung sei da nicht einfach. Wichtig sei es, den Ort zu würdigen und was wäre die Alternative?
Beim Erdkilometer gebe es die Wege, da gebe es halt Staub. Das sei auch schon seit der Entstehung so gewesen.

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7. Sachstand und Zeitplan Palais Bellevue 101.18.1035

Anfrage der CDU-Fraktion vom 31.08.18

Wir fragen den Magistrat:

1. Wie ist der aktuelle Sachstand bezüglich des Konzeptes?

Der Ort solle der Musik und der Literatur dienen und das Spohrmuseum beherbergen, welches dann das Museumsareal erweitern könnte. Unterschiedliche Akteure aus der Literatur werden das Haupthaus und die Remise mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen bespielen. Das Hochbauamt und ein externes Architekturbüro planten gerade das Museum

2. Welche Einrichtungen/Institutionen werden einziehen?

das Literaturbüro, […]

3. Wie ist der Zeitplan für Umbau und Herrichtung des Spohr – Museums?

Im Moment sei man noch vorbereitend tätig. Die Bauleitung laufe schon, man hofft Ende 2019 fertig zu werden

4. Wann ist mit einer Eröffnung zu rechnen?

Nach dem baulichen Abschluss liege das auch bei den Nutzern. Je nachdem welche Konzepte kommen werden. Man gehe grob von 2020 aus.

5. Wird das Gebäude unter dem Dach des Kulturamtes geplant und später betreut?

Das Kulturamt sei eng involviert bezüglich Beratung und Betreuung. 2019 gebe es dafür Mittel im Haushalt. Es werde aber keine Abteilung des Kulturamts werden, die Organisation solle vor Ort sitzen, allerdings mit einer Rückkopplung zum Kulturamt. Man habe das gesamte Haus im Blick, jetzt würden Wege abgestimmt damit zum Beispiel das Spohrmuseum abgeschlossen werden könne. Konzepte können vom Spohrmuseum entwickelt werden. Bisher sei das erst im Groben geschehen.

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8. Standort eines neuen Stadtarchivs im Wesertor 101.18.1036

Anfrage der CDU-Fraktion vom 31.08.18
In der HNA berichtete der Geschäftsführer der GWG, dass der neue Standort eines Stadtarchivs im ehemaligen Massa Baumarkt-Gebäude entstehen könne.

Wir fragen den Magistrat:

1.Wie weit sind diese Pläne?

Im Moment werde nach einem Standort gesucht. Das Wesertor sei eine Option.

2. Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?

Das stehe noch nicht fest. Zunächst müsse ein geeigneter und finanzierbarer Ort gefunden werden, der zum Beispiel auch den Anforderungen für Archive und Bibliotheken genügt. Ebenso wichtig sei die Erreichbarkeit, auch für die Feuerwehr, sowie Barrierefreiheit. Man prüfe objektiv.

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9. Verwendung eingesparter Gelder der gestrichenen Kulturhauptstadtbewerbung 101.18.1037

Anfrage der CDU-Fraktion vom 31.08.18

Ein Stadtverordneter der CDU erläutert, dass die Anfrage sich auf den Brief der Dezernenten beziehe, in dem angekündigt war, dass Investitionen sofort erfolgen könnten (bei Absage der Kulturhauptstadtbewerbung). Im Haushalt sei dies aber nicht abgebildet.

Wir fragen den Magistrat:

1. Welche Beträge spart das Kulturamt im Jahr 2019 durch die nicht weiterverfolgte Kulturhauptstadtbewerbung?

Die Kulturdezernentin erläutert, dass ursprünglich 510.000 € Gesamt im Haushalt vorgesehen waren. Investive Mittel waren für 2019 nicht vorgesehen.

2. Welche Beträge wären bei einer Bewerbung im Haushaltsjahr 2019 zusätzlich notwendig gewesen?

siehe Antwort eins

3. Wohin werden diese eingesparten Beträge investiert?

Zunächst werde das Geld eingespart, aber man befinde sich noch vor Abschluss der Konzeption, bisher könne man sich darauf noch nicht berufen .2019 sind die Mittel eingestellt, die dringend notwendig seien. Das habe keine eins-zu-eins-Entsprechung, man lege den Blick nur auf das, was konkret anstehe

4. Wie hoch sind dementsprechend die zusätzlichen Mittel, die der freien Szene 2019 zur Verfügung gestellt werden können, die mit der Bewerbung nicht möglich gewesen wären?

Die Frage ist schwierig zu beantworten, da man die Szene und die Institutionen nicht sauber trennen könne. Beispielsweise bei der Musikförderung (Bunker Bettenhausen).

Ein Stadtverordneter der CDU bezeichnet die Nichtbewerbung als Sparprogramm. Die freie Szene benötige jetzt endlich Förderung. Man brauche bei vielem nicht die Beschlusslage der Kulturkonzeption.

Die Kulturdezernentin kontert, dass der Ausstieg aus der Kulturhauptstadtbewerbung beschlossen wurde, mit dem Ziel, die Kulturkonzeption umzusetzen. Man brauche den Startschuss für die Konzeption. Es wäre ein tolles Signal gewesen, so schnell wie möglich die Umsetzung zu haben.

Ein Stadtverordnete der Grünen erinnert daran, dass das Hauptargument für den Ausstieg aus der Kulturhauptstadtbewerbung gewesen sei, dass die Eigenmittel nicht reichen. Die Vorbereitungsgelder könne man nicht eins zu eins nehmen. Die CDU könne auch schlecht an allen Stellen mehr Investitionen fordern. Bei Kultur seien eine Reihe Projekte berücksichtigt, die vorher nicht im Haushalt standen, wie z.B. das Theaterstübchen, der Bunker, die documenta. Die Stadtverordneten müsste nach außen signalisieren, das bald der Startschuss fällt.

Der Stadtverordnete der CDU erklärt, er wolle der Kulturdezernentin den Rücken stärken damit sie mehr fordern könne, die documenta gGmbH sei nicht die freie Szene.

Der Stadtverordnete der Grünen macht darauf aufmerksam dass, wenn man wirklich alle sechs Punkte betrachtet, sehr viel mehr Geld für Kultur im Haushalt eingestellt worden sei.

Ein Stadtverordnete der SPD ergänzt, wenn man immer fordere, dann müsse man den Haushalt auch unterstützen.

Kulturdezernent der Völker stellt klar, dass die Kulturkonzeption die Jahre bis 2030 berücksichtigt und man die Konzeption nur Schritt für Schritt umsetzen könne.

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10. Zeitplan für das städtische Kulturkonzept 101.18.1038

Anfrage der CDU-Fraktion vom 31.08.18

Wir fragen den Magistrat:

1. Wie ist der Stand der Dinge bei der Veröffentlichung des Kasseler Kulturkonzeptes?

Der Entwurf des Abschlussberichts sei dem Beirat vorgelegt worden und werde diskutiert und eingearbeitet. In der Zwischenzeit arbeite man an der Priorisierung und Umsetzung, sowie mit den anderen Dezernaten an der Beschlussvorlage des Magistrats. Anschließend solle das Manuskript gestaltet werden, dann im Internet veröffentlicht und nachfolgend für die Druckfassung vorbereitet werden.

2. Wie ist der geplante aktuelle Zeitplan?

Der Beschluss sei in Vorbereitung und Abstimmung und solle im Herbst im Kulturausschuss und im Ausschuss für Finanzen Wirtschaft und Grundsatzfragen vorgelegt werden, im Winter folge dann die Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung.

3. Wird das Konzept vor oder nach einer Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung grafisch gestaltet und präsentiert?

Nachher

4. Welche Kosten sind für die Gestaltung und Druckfassung vorgesehen?

Das Manuskript sei umfangreich, ca. 120 Seiten. Es werden 2000 Exemplare gedruckt. Die Druckkosten belaufen sich auf ca. 7000 €. Die Gestaltung und die Übersetzung in Englisch und leichte Sprache schlagen mit 16.500 € zu Buche, die Gesamtkosten belaufen sich also auf 23.500 €

Ein Stadtverordneter der CDU-Fraktion fragt an, ob die Magistratsvorlage dann noch verändert werden könne und welche Mitbestimmungsmöglichkeiten den Stadtverordneten denn blieben?

Die Kulturdezernentin entgegnet, dass der Abschlussbericht, die Priorisierung und die konkreten Maßnahmen zusammen die Konzeption ergeben. Die Vorlage mit den Priorisierung der Maßnahmen solle vorgestellt werden. Eine Mitwirkung sei nicht möglich. Die Mitglieder des Ausschusses waren Teil des Beirats und zu allen Workshops mit eingeladen. Im Beirat habe das Gremium also mitgewirkt. Die Magistratsvorlage nutzt die Vorlage des Beirats. Änderungsanträge könne man stellen und diskutieren.

Dem Stadtverordneten der CDU-Fraktion geht die Beteiligung nicht weit genug.

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11. Kasseler Museumsnacht 2018 101.18.1047
Gemeinsamer Antrag SPD, B90/Grüne, Stv. Ernst

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

Der Magistrat wird gebeten, über die Organisation, den Verlauf und die nachhaltigen Auswirkungen der diesjährigen Kasseler Museumsnacht im nächsten Kulturausschuss zu berichten .

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Zustimmung: einstimmig

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