Stadt soll Modellregion für ein 365-Euro-Ticket werden

Im vorgelegten Klimaschutzprogramm der Bundesregierung heißt es in der Maßnahme 28 unter der Überschrift „Modellprojekte für ÖPNV-Jahrestickets“: „Die Bundesregierung wird zusätzlich 10 Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV unterstützen, zum Beispiel die Einführung von 365 Euro Jahrestickets.“

Die Fraktion FDP, Freie Wähler und Piraten in der Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag eingebracht, wonach der Magistrat aufgefordert wird, sich als Modellstadt für das 365-Euro-Ticket zu bewerben.

„Die Fahrpreise für Busse und Bahnen in Kassel gehören mit zu den höchsten in ganz Deutschland. Das ist für viele Menschen nicht attraktiv genug, um den ÖPNV als Alternative zum Auto zu nutzen“ erklärt der Fraktionsvorsitzende Matthias Nölke. Wenn jetzt der Bund Geld anbiete, um die Tarife zu senken, dann müsse diese Chance unbedingt ergriffen werden. Idealerweise gemeinsam mit dem Landkreis für das Kassel-Plus-Gebiet oder sogar das gesamte NVV-Gebiet. So könne vermutlich auch am meisten für eine Luftreinhaltung im Kasseler Becken getan werden. Dazu müsse am Ende aber auch das Angebot durch mehr Fahrzeuge und bessere Takte verbessert werden. „Denn der ÖPNV wird nur durch ein gutes Angebot, preislich und von den Fahrtzeiten her, attraktiver und bewegt die Menschen nur dann zum Umsteigen, wenn er somit eine echte Alternative darstellt.
Die Einführung dieses Tickets wäre auch eine echte sozialpolitische Errungenschaft“, betont Nölke abschließend.