Telefonzellen im Stadtgebiet

Anfrage zur direkten Überweisung in den Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen

Wir fragen den Magistrat:

  1. Wie viele Telefonzellen gibt es im Stadtgebiet?
  2. Wie hat sich die Zahl der Telefonzellen in den letzten drei Jahren entwickelt?
  3. Welche Entwicklung der Zahl der Telefonzellen erwartet der Magistrat für die Zukunft?
  4. Sollte aus Sicht des Magistrats eine Mindestanzahl an öffentlichen Fernsprechern in der Stadt erhalten bleiben?
  5. Wie bewertet der Magistrat die Möglichkeit, Telefonzellen als Zeugnisse des Wandels von der Industrie- zu Informationsgesellschaft unter Denkmalschutz zu stellen?
  6. Welche Maßnahmen sind der Stadt bekannt, um Telefonzellen und die dort vorhandene Infrastruktur umzunutzen?
  7. Gibt es hinsichtlich der Weiterentwicklung der Telefonzellen-Standorte Gespräche mit der Deutschen Telekom? Wenn ja, mit welchem Inhalt?

Update: Die Anfrage wurde am 6.02.20 beantwortet.

Wir fragen den Magistrat:
1.Wie viele Telefonzellen gibt es im Stadtgebiet?

41

2.Wie hat sich die Zahl der Telefonzellen in den letzten drei Jahren entwickelt?

Rückläufig. 2016 habe es noch 54 Telefonzellen gegeben, 2017 waren es noch 46 und 2018 41.

3.Welche Entwicklung der Zahl der Telefonzellen erwartet der Magistrat für die Zukunft?

Der Magistrat erwartet weiteren Rückbau aufgrund geringer Nutzung und Vandalismus (Begründung Telekom).

4.Sollte aus Sicht des Magistrats eine Mindestanzahl an öffentlichen Fernsprechern in der Stadt erhalten bleiben?

Ja, zwischen der Stadt und der Telekom gebe es einen Vertrag, der eine angemessene Grundversorgung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit regelt.

5.Wie bewertet der Magistrat die Möglichkeit, Telefonzellen als Zeugnisse des Wandels von der Industrie-zu Informationsgesellschaft unter Denkmalschutz zu stellen?

Bei dieser Frage enthält der Magistrat sich. Das Landesamt für Denkmalpflege sei zuständig. Der Stadtbaurat persönlich kennt aber keine Telefonzellen, die er unter Denkmalschutz stellen würde.

6.Welche Maßnahmen sind der Stadt bekannt, um Telefonzellen und die dort vorhandene Infrastruktur umzunutzen?

Der Flächenanteil von Telefonzellen, der oben genutzt werden könnte, sei sehr gering. Maßnahmen seien dem Stadtbaurat keine bekannt.

7.Gibt es hinsichtlich der Weiterentwicklung der Telefonzellen-Standorte Gespräche mit der Deutschen Telekom? Wenn ja, mit welchem Inhalt?

Ja, Gespräche gebe es, allerdings nur sporadisch. Die Telekom habe Überlegungen an einigen Standorten Hotspots einzurichten.

Die Fraktion FDP + Freie Wähler + Piraten fragt nach, ob an den Standorten, die ja Strom- und Telekommunikationsanbindung hätten, Smart City Anwendungen möglich seien. Vielleicht auch durch einen anderen Anbieter als die Telekom, beispielsweise die Netcom. Eine Diskussion über Denkmalschutz als Industriedenkmal einzelner Telefonzellen würde man sehr begrüßen.

Der Stadtbaurat erklärt, er sei offen für Ideen der Telekom, für die Erhaltung der Zellen sehe er aber keinen kommunalen Auftrag. Man sei froh, dass selbst Kinder heute sich mit Handy zu Hause melden können.

Der Seniorenbeirat weist auf die Nutzung alter Telefonzellen als Bücherschrank hin.